Allergologie, allgemein

Allgemeine Einführung

Allergien von dem Typ, die Heuschnupfen und Asthma hervorrufen können, haben in den letzten 15 Jahren stark zugenommen.

Betroffen sind insbesondere die Städter der Industrienationen, Menschen die auf dem Land leben, sind weitestgehend ausgenommen.

In München leiden ca. 11 % der Bevölkerung an allergischem Asthma und doppelt so viele an allergischer Rhinitis also Heuschnupfen. Auf den Bauernhöfen in der Umgebung von München haben jedoch weniger als 4% Heuschnupfen und weniger als 1% allergisches Asthma.

In den Städten Australiens hat sich allergisches Asthma in den letzten 30 Jahren fast verzehnfacht.

Heuschnupfen führt zu einer sehr schlechten Lebensqualität: Wer nichts riecht, schmeckt auch nichts, man schläft schlecht und leidet unter erheblichen Konzentrationsstörungen. Oft besteht noch eine Konjunktivitis, die das äußere Erscheinungsbild und das Wohlbefinden zusätzlich beeinträchtigt. Etwa 80 % der Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, entwickeln im Laufe ihres Lebens auch ein Asthma.

Viele leiden auch unter sogenannten Kreuzreaktionen im Nahrungsmittelbereich, was bedeutet, dass z. B. durch den Konsum von Äpfeln, Nüssen oder bestimmten Gewürzen ähnliche Beschwerden wie z. B. durch die Birkenpollen hervorgerufen werden.
In dem Masse wie die Allergiebeschwerden zugenommen haben, haben auch die Therapieangebote an Vielfalt zugenommen.

Viele therapieren sich auch selbst mit sogenannten Antihistaminika, rezeptfrei erhältlichen Medikamenten, die die Allergiebeschwerden zwar abmildern, häufig jedoch zum Preis erheblicher Nebenwirkungen. So wird jeder 4. Erwachsene auch von den modernen Antihistaminika stark müde. Antihistaminika haben ein Abhängigkeitspotential, können Gewichtszunahme und gynäkologische Probleme hervorrufen und Missbildungen in der Schwangerschaft bedingen und sollten daher keinesfalls dauerhaft eingenommen werden.

Was aber dann tun und warum ist die Landbevölkerung von Allergien kaum betroffen?
Werfen wir zunächst einen Blick auf die 2. Frage. Die wahrscheinlichste Erklärung für diese Tatsache ist folgende:
Es ist nachgewiesen, dass die Kinder von Müttern, die sich während der Schwangerschaft täglich im Kuhstall aufgehalten haben, sehr viel seltener Allergien bekommen als andere.
Sollte die Mutter dies versäumt haben, kann das Baby täglich in den Kuhstall verfrachtet werden, auch dann noch wird es später ein geringeres Risiko für Allergien haben.
Auch wird auf den bayrischen Bauernhöfen noch Rohmilch getrunken.

Trinkt die Mutter in der Schwangerschaft täglich Rohmilch, wird das Kind so gut wie nie Allergien bekommen.
Wie ist das erklärbar.

Der Mensch hat jahrtausendelang in engem Kontakt zu seinen Nutztieren gelebt und war damit auch in engen Kontakt mit deren Viren, Pilzen, Bakterienflora und den Toxinen aus ihren Exkrementen.

Es ist somit zu vermuten, dass unser Immunsystem bereits in einer sehr frühkindlichen Phase, die im Mutterleib beginnt, der Kontakt zu tierischen Antigenen benötigt, um diesen Allergieschutz zu entwickeln.

In Rohmilch sind z. B. noch Bakterien, im Gegensatz zu pasteurisierter und homogenisierter Milch, in der die Bakterien abgetötet sind, damit durch sie keine Krankheiten, wie z. B. Tuberkulose oder Listeriose übertragen werden.

Bleibt nun die frühkindliche Prägung unseres Immunsystems aus, da in den sterilen Städten der Kontakt zu diesen tierischen Antigenen ausbleibt, kommt es zu der Fehlsteuerung des Immunsystems mit der Folge der erhöhten Allergieneigung.
Aus dieser Tatsache ergeben sich eine Menge verheißungsvoller Ansätze zur Prävention, aber auch Therapie von Allergien.

In unserer Asthma-Schulung wird hierauf ausführlich Bezug genommen und auch auf andere nebenwirkungsarme und und erfolgreiche Therapiemöglichkeiten sowie Schutzmassnahmen, Karenzmassnahmen und auch die Möglichkeit der Behandlung von Insekten-Allergien sowie deren korrekte Behandlung, insbesondere auch die Behandlung und Prävention des Allergischen Schocks.

Besteht ein rein allergisch bedingtes Asthma, z. B. bei einer Allergie auf Birkenpollen oder ein Heuschnupfen ist es möglich das Übel bei der Wurzel zu packen, das heißt durch Beseitigung oder Abschwächung der Allergie, auch das Asthma oder den Heuschnupfen zu lindern oder komplett zu inaktivieren. Dies wird tatsächlich durch eine homöopathische Therapie erreicht. Homöopathie heißt: das Gleiche mit dem Gleichen behandeln. Praktisch heißt dies z. B. Birkenpollen-Extrakte über 3 Jahre zuzuführen in steigender Dosierung, so dass sich das Immunsystem des Körpers langsam daran gewöhnt und nach einiger Zeit die Pollen quasi zu seinem eigenem Planetensystem gehörend anerkennt und dagegen dann nicht mehr ankämpft. Wir nennen diese Behandlung Hyposensibilisierung. Diese ist erfolgreicher, wenn sie in jüngerem Lebensalter begonnen wird und wenn nur wenige Allergien bestehen.

Asthma

Bei Asthma handelt es sich um eine sehr häufige chronische Erkrankung.

Es ist auch die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.

Asthma ist eine Entzündung der Atemwege, die zu einer Engstellung der Atemwege und zu einer vermehrten Produktion von zähem Bronchialsekret führen kann und meistens Luftnot, pfeifende Atemgeräusche und Husten hervorruft.

Grundsätzlich lässt sich Asthma sehr gut behandeln, die meisten Asthmatiker leben überwiegend beschwerdefrei und haben eine normale Belastungsfähigkeit.

Asthma ist genetisch determiniert, das heißt die Veranlagung zu dieser Erkrankung wird vererbt.

Jeder 4. Engländer z.B. leidet unter Asthma, dagegen nur jeder 10. Deutsche.

Man kann auch die Veranlagung erben, ohne dass die Erkrankung überhaupt aktiviert wird, oder aber sehr spät, eine Erstmanifestation von Asthma im hohen Alter ist keine Seltenheit.

Ob die Erkrankung aktiviert wird, unterhalten wird, sich weiter verschlimmert oder wieder einschläft, ist von sogenannten Triggerfaktoren abhängig.

Hierzu gehören z. B. Allergien, Schadstoffe,Witterungsbedingungen, chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Sodbrennen und psychische Faktoren wie Überforderung und Stress.

Es gibt auch besondere Asthmaformen, die sich wesentlich schwieriger behandeln lassen, neuerdings stehen aber auch für diese selteneren Asthmaformen wirksame Medikamente zu Verfügung.

Besteht ein rein allergisch bedingtes Asthma, z. B. bei einer Allergie auf Birkenpollen, ist es möglich das Übel bei der Wurzel zu packen, das heißt durch Beseitigung oder Abschwächung der Allergie, auch das Asthma zu lindern oder komplett zu inaktivieren.
Dies wird tatsächlich durch eine homöopathische Therapie erreicht. Homöopathie heißt: das Gleiche mit dem Gleichen behandeln.

Praktisch heißt dies z. B. Birkenpollen-Extrakte über 3 Jahre zuzuführen in steigender Dosierung, so dass sich das Immunsystem des Körpers langsam daran gewöhnt und nach einiger Zeit die Pollen quasi zu seinem eigenem Planetensystem gehörend anerkennt und dagegen dann nicht mehr ankämpft. Wir nennen diese Behandlung Hyposensibilisierung.

Diese ist erfolgreicher, wenn sie in jüngerem Lebensalter begonnen wird und wenn nur wenige Allergien bestehen.

Auch Allergien vorzubeugen ist möglich.

Es bestehen auch zahlreiche nicht medikamentöse Behandlungsformen für Asthma.
Uns ist es sehr wichtig, den Asthma- Patienten zum Manager seiner eigenen Erkrankung zu erziehen, das heißt ihm möglichst viel Wissen zu vermitteln und Handwerkzeug mitzugeben, das ihn in die Lage versetzt sein Asthma weitestgehend selbst zu steuern. Dies passiert im Rahmen unser ausführlichen Schulungen. Asthma Patienten, die an einer Schulung teilgenommen haben, benötigen nachweislich weniger Medikation, haben niedrigere Behandlungskosten, weniger ungeplante Krankenhausaufenthalte und kaum Asthmaanfälle.

Unsere Schulungen berücksichtigen alle Inhalte, die von der Deutschen Atemwegsliga vorgegeben werden, haben aber auch einen zusätzlichen ganzheitlichen Blickwinkel auf das Krankheitsbild, so wird u. a. auch auf wirksame Atemtechniken, Entspannungstherapien, die Bedeutung von körperlichem Training und Massnahmen zur Verbesserung des Immunsystems verwiesen.

In unserer Praxis existiert die modernste Technik, um Asthma zu diagnostizieren und den Therapieerfolg bzw. den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren. In der Regel ist es nötig, nach Erstdiagnose der Erkrankung zumindest alle 6 Monate eine Kontrolluntersuchung und Beratung hier zu erhalten, da Asthma in Abhängigkeit von den Triggerfaktoren in seiner Krankheitsaktivität schwankt und die Medikation daran angepasst werden muss nach dem Grundsatz: „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“.
Auch die Notwendigkeit zu Atemphysiotherapie oder Reha-Sport, Hilfsmitteln, wie z. B. Atemmuskeltrainingsgeräten, Inhalatoren oder Rehabilitationsmassnahmen wird durch uns im Rahmen der Sprechstunden geprüft und ggf. beantragt.

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